the peepbox

24|05|2014

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Prolog

Erinnerung an ein früheres Leben, nur eine nostalgische Erinnerung. Ich vermisse. Will nicht zurück. In meine Geschichte.

Eines vorweg: es könnte sein, dass alles, was ich hier sagen werde, ohne Kopf und ohne Fuß sein wird, dass ich alles kaputt machen werde.

Es könnte sein, dass du dich in meinem psychologischen Konflikt verlieren wirst.

Weißt du einen Ausgang?

Der Ort

Ich wache auf, in mein Fenster fällt ein schwacher Lichtstrahl. Mein Zimmer, ein quadratischer Raum, dunkel.

Sie

Mein Traum. Finger laufen über heiße Haut. Liebhaberinnen. Hände auf Laken. Mein Körper verschwindet, will mehr. Etwas in mir verdampft, ohne dass ich es kontrollieren kann. Ich hatte mich in eine von ihnen verliebt. Sie kam, liebte mich und ging fort.

Der Voyeur

Sie bohren mit ihren Blicken. Unbemerkt. Augen öffnen Blindheit, klein, schmal.

Schielend. Schmatzend. Links, rechts.

Ein Wimpernschlag. Blicke greifen nach einer schlafenden.

Einer von uns war in ihr.

Er und Sie

Ich sehe dich kaum, deine Haare kleben in deinem Gesicht. Wärme. Mir ist heiß. Ich kann deinen Atem sehen. Sehen, wie er auf deiner Oberlippe kondensiert und in kleinen Perlen deine Lippe entlang rinnt, bis er sich an deinem Kinn sammelt, um hinunter in die Grube zwischen deinen Schlüsselbeinknochen zu tropfen. Dunkelheit. Ich will gehen, aber ich kann nicht. Ich schlafe noch.

Er

Er ist eine dunkle Gestalt. Ohne Gliedmaßen, ohne Mimik. Eine Ahnung, Leerstelle, er projiziert, verfolgt.